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Posts Tagged ‘türkisches Theater’

bu anlamli günde, tiyatro istasyon hamburg, 2015 Statistiken und Umfrageergebnisse nimmt man zur Kenntnis, empört sich vielleicht kurz – und vergisst sie wieder … Klischeevorstellungen, allemal wenn es um das Thema Geschlechterbeziehungen geht, sind kein Aufreger und eher langweilig, weil ja doch nicht zu ändern … Es sei denn, man macht ein flottes Theaterstück daraus. Das unternahm die Istanbuler Theaterfrau Zeynep Kaçar mit ihrem Stück bu anlamlı günde (an diesem bedeutsamen Tag), das kürzlich in Hamburg die türkischsprachige Theatergruppe İstasyon Tiyatro İletişim, die jüngst ihr 25-jähriges Bestehen feierte, als neues Stück in der Regie von Serap Sadak auf die Bühne brachte. Die Komödie mutet fast als Tragödie an, zeichnet sie doch den Status-Quo der Gender-Verhältnisse nicht nur aber vor allem in der Türkei und damit auch einem guten Teil der Türkei-stämmigen Community in Deutschland nur allzu realistisch nach.

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Kutu Kutu, Tiyatro Istasyon Ein Großstadtpark. Zu Ravels Bolero betreten vier Frauen und ein Mann die Bühne, erstarren zum Standbild. „Die Menschen waren versteinert, die Statuen aber zum Leben erwacht“, berichtet Nergis, das Mädchen in der roten Kiste, später von ihrem Traum. Kutu Kutu (Allerlei Kisten), das neue Stück der türkischsprachigen Hamburger Theatergruppe Tiyatro İstasyon, spielt in einem Park mit hypermodernen Plastiken, ein Vorzeigeprojekt, ein „Lebens- und Kommunikationsraum“ (laut Flyer), eine Allegorie auf die soziopolitischen Verhältnisse in der Türkei. Autor Memet Baydur (1951-2001) scheint mit seinem Stück von 1994 das Heute vorausgeahnt zu haben.

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Bild: Tiyatro Istasyon, Plakat SINIR/Die Grenze Eins, zwei, eins, zwei, Stiefelabsätze knallen aufs Parkett, Wachablösung an der Grenze von Irgendwo. Zu beiden Seiten der stacheldrahtbewehrten Barriere Wachhäuschen mit dem Bild des jeweiligen Präsidenten darin und je einem Soldaten davor. Mati der eine, Yuan der andere. Sie kennen sich lange, erleben sich im tristen Dienst als Freunde, tauschen Gefühle von Heimweh und halbwegs philosophische Gedanken ebenso aus wie Knoblauchwurst und Wein – bis ihre Länder sich den Krieg erklären und die beiden Männer sich unvermutet als Feinde gegenüberstehen.

Mahmut Erdinlig als Mati und Caner Şakar als Yuan sind Laiendarsteller im Stück Sınır (Die Grenze) des türkischen Theater Istasyon Iletişim in Hamburg-Altona. Von deutschen Nachbarn weitgehend unbemerkt bringt die Theatergruppe seit nunmehr 22 Jahren türkische Stücke auf die Bühne und spielt meist vor ausverkauftem Haus. (mehr …)

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