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Archive for the ‘Veranstaltungen’ Category

Baris Bicakci, Unsere große Verzweiflung „Trennung ist eine ansteckende Krankheit.“ Ender weiß, dass die Trennung von Nihal eine endgültige ist, ein Abschied von einem Traum, von einem zaghaften Es-könnte-Sein. Der türkische Autor Barış Bıçakçı, ein Meister der stillen Töne, erzählt in seinem Roman Unsere große Verzweiflung (binooki 2012) eine der zartesten Geschichten, seit es Freundschaft und Liebe gibt. HIER GIBT ES DAS BUCH ZU GEWINNEN … (mehr …)

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Kutu Kutu, Tiyatro Istasyon Ein Großstadtpark. Zu Ravels Bolero betreten vier Frauen und ein Mann die Bühne, erstarren zum Standbild. „Die Menschen waren versteinert, die Statuen aber zum Leben erwacht“, berichtet Nergis, das Mädchen in der roten Kiste, später von ihrem Traum. Kutu Kutu (Allerlei Kisten), das neue Stück der türkischsprachigen Hamburger Theatergruppe Tiyatro İstasyon, spielt in einem Park mit hypermodernen Plastiken, ein Vorzeigeprojekt, ein „Lebens- und Kommunikationsraum“ (laut Flyer), eine Allegorie auf die soziopolitischen Verhältnisse in der Türkei. Autor Memet Baydur (1951-2001) scheint mit seinem Stück von 1994 das Heute vorausgeahnt zu haben.

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Bücherhalle Alstertal, Blind-Date mit einem Buch 2013Valentinstag – der Tag, an dem es schöne Tradition ist, denen eine Freude zu machen, die man liebt. Was können Bücherwürmer da tun? Bücher beschenken? Doch wohl eher Bücher schenken, auch sich mit einem Buch beschenken. Oder: Sich von einem Buch überraschen lassen. In einer Bibliothek ein hübsch eingepacktes Buch ausleihen und erst zu Hause schauen, womit man die nächsten Stunden oder Tage das Vergnügen hat. Diese Idee, in den Vorjahren schon in den USA praktiziert, findet 2013 auch hierzulande Anklang, in Hamburg zum Beispiel haben sich mehrere Filialen der Öffentlichen Bücherhallen angeschlossen.

Ist das nicht reiner Aktionismus, eine ebenso nette wie öffentlichkeitswirksame Werbeaktion der Bibliotheken? Gegenfrage: Wie wählen wir unsere Lektüre/n aus, wie entscheiden wir in der täglich anschwellenden Bücherflut, was unsere Aufmerksamkeit findet, was wir lesen? (mehr …)

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Wie lebt ein nicht mehr ganz junger und geradezu verzweifelt ambitionierter Kunsthistoriker 1939/40 im Shanghaier Exil? Lothar Brieger ist einer von vielen, die ab 1938 in Shanghai an Land gingen und deren Schicksal die Berliner Autorin Ursula Krechel in ihrem Roman Shanghai fern von wo aufgegriffen hat. Nach rund zehnjähriger Recherche, sie habe so ziemlich alles Krechel, Shanghai fern von wo (2008)zusammengetragen, was man über das Exil in Shanghai wissen kann, so Krechel, war es vor allem Empathie, die – zunächst ein Hörspiel und dann – einen Roman aus dem Archivmaterial entstehen ließ. Nicht zu vergessen die „metallische Stimme“ von Buchhändler Ludwig Lazarus in der erhaltenen Tonbandaufnahme über seine Shanghaier Exilerfahrungen gefiel Autorin Krechel, die am 28. Juni in Hamburg las.

Die neue Leiterin der Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur der Hamburger Germanistik, Doerte Bischoff, hatte zu Lesung und Podiumsdiskussion unter dem Titel Exil und Exilforschung: Aspekte ihrer Aktualität in den edlen Lichthof der Staatsbibliothek geladen. Ein gelungener Auftakt für ihr Anliegen, den Forschungsbereich zu öffnen, über die 1933-45 im Exil entstandene Literatur deutscher AutorInnen, über nationale Beschränkungen, über das Sammeln und Sichern von Dokumenten hinaus. U.a. wird es im Herbstsemester 2011 dazu eine Ringvorlesung geben, auf die man gespannt sein darf. Besonders interessiert Bischoff auch der Grenzbereich zwischen (fiktiver) Literatur und Literaturwissenschaft. So war es kein Zufall, dass sie an diesem Abend zwei Autoren aufs Podium bat, die beide Bereiche integrieren. (mehr …)

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Bild: Tiyatro Istasyon, Plakat SINIR/Die Grenze Eins, zwei, eins, zwei, Stiefelabsätze knallen aufs Parkett, Wachablösung an der Grenze von Irgendwo. Zu beiden Seiten der stacheldrahtbewehrten Barriere Wachhäuschen mit dem Bild des jeweiligen Präsidenten darin und je einem Soldaten davor. Mati der eine, Yuan der andere. Sie kennen sich lange, erleben sich im tristen Dienst als Freunde, tauschen Gefühle von Heimweh und halbwegs philosophische Gedanken ebenso aus wie Knoblauchwurst und Wein – bis ihre Länder sich den Krieg erklären und die beiden Männer sich unvermutet als Feinde gegenüberstehen.

Mahmut Erdinlig als Mati und Caner Şakar als Yuan sind Laiendarsteller im Stück Sınır (Die Grenze) des türkischen Theater Istasyon Iletişim in Hamburg-Altona. Von deutschen Nachbarn weitgehend unbemerkt bringt die Theatergruppe seit nunmehr 22 Jahren türkische Stücke auf die Bühne und spielt meist vor ausverkauftem Haus. (mehr …)

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Der dritte Montag im Januar ist Martin-Luther-King-Day in den USA – und dem Hamburger Körberforum seit 2010 Anlass für die Martin Luther King Lecture, den Vortrag eines im Sinne Kings engagierten Akteurs für friedliches Miteinander. Am 17. Januar 2011 war Ratna Omidvar, Präsidentin der Maytree-Foundation, Toronto, in dieser Reihe eingeladen, das kanadische Erfolgsmodell Einwanderungsland vorzustellen. Sie tat es mit Leidenschaft, ohne je in Romantisierung abzugleiten oder den kritischen Blick zu verlieren, aber durchaus optimistisch gestimmt und mit kosmopolitischer Kenntnis, gewonnen aus eigener Lebenserfahrung ebenso wie dem jungen internationalen Kooperationsprojekt Cities of Migration. (mehr …)

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Über 100 Religionsgemeinschaften sind heute in Hamburg ansässig, da gilt es, Mittel und Wege für ein dauerhaft friedliches, auf Achtung, Respekt und Vertrauen beruhendes Zusammenleben zu finden. Schon vor 25 Jahren führte der Theologe Prof. (em.) Dr. Olaf Schuhmann an der Hamburger Uni den interreligiösen Dialog ein und setzte damit Maßstäbe für ganz Deutschland. An der Uni nahm 2010 auch die Akademie der Weltreligionen (AWR) ihre Tätigkeit auf, und interreligiöser Dialog auf Stadtteilebene, der sich um das tägliche Miteinander ebenso kümmert wie um die großen theologischen Fragen, ist seit vielen Jahren etabliert. Herausragendes Beispiel ist hier das regelmäßige Treffen von Christen und Muslimen auf PastorInnen/Imam-Ebene im stark muslimisch-türkisch geprägten Quartier Wilhelmsburg, initiiert und maßgeblich geleitet von Pastorin Friederike Raum-Blöcher, deren aller Rückschläge und Durststrecken ungeachtet unermüdliches Engagement längst eine Auszeichnung verdiente. (mehr …)

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