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Mit ‘chinesische Literatur’ getaggte Artikel

Liao Yiwu in Berlin

Er ist wahrhaftig da, steht auf der Bühne, in einfache chinesische Kleider gehüllt, den Kopf gesenkt, in der einen Hand eine goldene Klangschale, die andere führt gleichmäßig den Schlegel an deren Rand entlang. Plötzlich reißt er den Kopf hoch, singt, klagt. Die Worte verstehen nur die wenigsten im prall gefüllten Theatersaal des Haus der Kulturen [...]

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Eine ungewöhnliche Allianz fand sich am 4. Juni, dem 21. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des „Himmlischen Friedens“ in Peking, in Hamburg zu einer Solidaritätslesung für den chinesischen Autor Liao Yiwu zusammen aus dem 2009 gegründeten Harbour Front Literaturfestival, Literaturhaus Hamburg, dem Kultur- und Theaterzentrum Kampnagel, Thalia Theater, dem kleinen feinen Zusammenschluss aus der [...]

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Der verfemte chinesische Autor Liao Yiwu war am 4. Juni 1989 nicht selbst auf dem Tian’anmen-Platz in Beijing dabei, sein Gedicht Massaker, das er in der Empörung und dem Schmerz über die blutige Niederschlagung des Aufstands vom 4. Juni 1989 verfasste, brachte ihn dennoch für vier Jahre hinter Gitter. Als er 1994 entlassen wurde, stand [...]

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Çocuk bayramı – Tag des Kindes ist seit Republiksgründung der 23. April in der Türkei. Die UNESCO dagegen erklärte 1995 den 23. April zum Welttag des Buches. In Deutschland machten sich insbesondere Stiftung Lesen und Börsenverein des Deutschen Buchhandels diesen Tag zu eigen. Stiftung Lesen verschenkt in einer Gutscheinaktion für Schulen und Buchhandlungen auch 2010 [...]

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Frühlingsanfang 1979 in der jungen chinesischen Industriestadt Hun Jiang. Ein trauriges Datum für Ehepaar Gu. Auf diesen Tag ist die Hinrichtung ihrer Tochter Shan angesetzt. Lehrer Gu ist geneigt, die Tochter für schuldig zu halten. Ihr Wandel vom einen Extrem ins andere, von der bis zum Gewaltexzess hin fanatischen Jugendaktivistin der Kulturrevolution zur geächteten Konterrevolutionärin, [...]

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Sind Särge begehrte Beute, sterben auf Erden noch viele Leute, lautet das Ende einer chinesischen Volksweisheit. Großvater Ding erinnert sich an diesen Spruch, als er in der geplünderten Grabkammer seines jüngsten Sohnes steht. Aus dem Traum gerissen, in dem er eben dieses sah, eilt er zum Friedhof. Für Trauer und Scham hat er längst keine [...]

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Vom Traum, ein Seestern zu sein

Guo Xiaolu lebte seit zwei Jahren in London, als ihr Roman Stadt der Steine 2004 in englischer Übersetzung erschien. 1999, gerade 26 Jahre alt, war die Schriftstellerin und Filmemacherin zur besten Drehbuchautorin Chinas gekürt worden. Filmen und Schreiben, beides kann sie nicht lassen, auch wenn sie nach jedem abgedrehten Film sagt, das sei ihr letzter [...]

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Es bleibt einem nichts

Xu Xings Roman Und alles, was bleibt, ist für dich ist eine Art Road-Geschichte mit Anklängen an den europäischen Schelmenroman, denn der Autor lässt seinen in vielen Zügen autobiographischen Ich-Erzähler ständig unterwegs sein, auf der Suche nach einem besseren Leben, nach Liebe und Freundschaft, ohne Chance jedoch, jemals anzukommen. Xu stilisiert das Ganze nicht, wie [...]

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Im Dorf Fengyang wird dem Grundbesitzer Liu Laoxia ein zweiter Sohn geboren, dessen Vater offenbar ein anderer ist: der Verwalter Chen Mao. Der Fokus liegt zunächst auf Yanyi, dem älteren, aber geistesgestörten Sohn Lius, der nur zwei Sätze spricht: “Ich habe Hunger” und “Ich bring dich um”. Hefeklöße versteckt man ebenso vor ihm wie Messer. [...]

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Vom Essstäbchen zum Dachbalken …

Als „Essstäbchen“ bezeichnen die Leute auf dem Land abwertend Töchter, erst ein Sohn, ein „Dachbalken“, verschafft der Familie Ehre und sorgt dafür, dass die Eltern stolz ihren Platz in der lokalen Hierarchie einnehmen können. Nicht irgendwann in grauer Vorzeit, nein, das China von 2001 ist der Ausgangspunkt von Xinrans Roman Die namenlosen Töchter. Als Sanniu, [...]

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Welch ein Cover! Die unbedarfte Leserin erwartet eine Liebesgeschichte, Bekenntnisse einer Dame aus der chinesischen Halbwelt, ganz sicher aber eine Frau im Mittelpunkt des Romans … Su Tong, Autor der insbesondere in der Verfilmung zu Weltruhm gelangten Erzählung „Rote Laterne“, bietet in seinem Debütroman Reis von 1992 nichts von alledem. Su erzählt in erbarmungsloser Offenheit [...]

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Auch nach dem chinesischen Ehrengast-Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse steht offenbar so manche/r noch mit chinesischen Namen auf Kriegsfuß. Frau Lingyuan und Herr Yan oder Frau Luo und Herr Mo? Die Aussprache sei hier außen vor gelassen (Hinweise dazu gibt es hier). Ärgerlich für die Leserin aber ist es, wenn BibliothekarInnen und BuchhändlerInnen unsicher in [...]

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Die ZEIT quizzt, die taz bloggt

Kein Feuilleton kam vor und während der Buchmesse ohne China aus, die ZEIT-online hat sich etwas Besonderes ausgedacht: Ein Quiz mit 11 Fragen “Wie gut kennen Sie Chinas Literatur?” zum Quiz Los geht es mit einer Frage nach dem chinesischen “Goethe-Institut”, heißt es Laotse-, Konfuzius- oder Mao-Institut? Was das mit Literatur zu tun hat … [...]

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